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PFERDEPFLEGE |
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... wo der Kopf fehlt
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Einer der drei weniger vorzeigbaren Söhne eines Nachbarn bat darum, ein Pferd, welches man verschenken wolle und welches am nächsten Tag, am Montag, abgeholt werde, wenn man eine Transportmöglichkeit hätte, im Hof des nachbarlichen Landhauses für eine Nacht unterzustellen. Er versicherte, dass es bestimmt abgeholt werde und die Hintertür solle nicht verschlossen werden damit er Zugang hätte, denn das Landhaus ist z. Zt. unbewohnt. Der Hof des Hauses ist nicht sehr groß aber für eine Nacht wäre es eine Lösung gewesen. So verblieb auch kein Futter dort, nur ein Eimer mit Wasser, der sonst für Hunde da steht.
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Es verging der Montag, der Dienstag und der Mittwoch bis man gewahr wurde, dass das Pferd immer noch da ist – unversorgt. Der Besitzer hatte sich nicht einmal darum gekümmert. Der Zugang wurde nun aus Furcht vor Einbrüchen verschlossen und der Besitzer angerufen und zu dem Umstand befragt: „Wie kann man ein Tier dort seit Sonntag ohne Versorgung lassen, wenn man doch wissen muss, was ein Pferd täglich braucht.“ Die Antwort: “Ja, heute gleich werde ich kommen und Futter bringen.“ So geschah es dann und das Pferd wurde versorgt und erhielt Wasser. Am nächsten Tag, Donnerstag, sollte es dann aber wirklich abgeholt werden. Es wurde wieder Sonntag und es ereignete absolut nichts, keine Versorgung, keine Abholung.
Nun wurde der Vater persönlich angesprochen. Ein einfacher Mann, der wusste nicht recht, was er mit seinen Söhnen machen solle. Man hätte ihnen das Pferd geschenkt und sie hätten es akzeptiert obwohl es ihnen an Platz und Geld fehle es zu unterhalten. Er solle das mit seinem Sohn regeln, ASPAC würde sich um eine Adoption für das Tier bemühen und sie dann auch nicht weiter belästigen, denn sonst bedeutete es für das Pferd in kurzer Zeit das Ende.
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Es wurde wieder Mittwoch und das Pferd blieb unversorgt wie bisher. Inzwischen hatte der Gast sein Quartier schon entsprechend zugerichtet, den Fliesenboden, die Bepflanzung usw., ein Durcheinander. Aber es war nun dann auch ein Pferdestall gefunden worden, der sich bereit erklärte das Pferd vorübergehend aufzunehmen und zu versorgen – natürlich nicht kostenlos. Also wurde es dort hin in Sicherheit gebracht.
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Mit Unterstützung einer befreundeten Tierschutzorganisation in Katalonien ergab sich auch die Möglichkeit einer Adoption, wir waren froh darüber.
So warten wir noch etwas ab, ob sich in der Sache noch etwas regt. So war es dann auch. Der Pferdebesitzer reklamierte barsch den Verbleib seines Pferdes. Wir hätten das Pferd weggebracht obwohl es uns nicht gehöre, Er werde das anzeigen. Der Gipfel ohne Verstand. Na gut – wir würden auch die Vernachlässigung zur Anzeige bringen.
Wir sprachen erneut mit dem Vater, die Mutter weinte, und er sagte: „ Aber er hätte mit dem Kopf zwischen den Beinen kommen müssen, um Entschuldigung bitten und danach Dank sagen für das, was ihr gemacht habt. Mein Sohn…Sorgt euch nicht, ich regle das mit ihm.“
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Nun haben wir in der Sache nichts mehr gehört und letztlich ist Maestro nun in sein neues Zuhause in Molins de Rei bei Barcelona umgezogen. So haben wir mal wieder Grenzen überwunden und wie man sieht, ASPAC hat neben Hunden und Katzen nun auch Pferde in der Vermittlung.
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